Die Grundlagen der Bahnverarbeitung

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In der heutigen industriellen Welt ermöglicht ein automatisierter Prozess die Massenproduktion einer breiten Palette von Konsumgütern und Produkten, die aus einem auf einer Rolle aufgewickelten dünnen Materialband oder Materialstreifen, dem Rollenmaterial, hergestellt werden. Das kontinuierlich abgewickelte Rollenmaterial wird als Bahn bezeichnet und seine Weiterverarbeitung und Handhabung spielt in der industriellen Produktion weltweit eine unverzichtbare Rolle. Die Art des Rollenmaterials erstreckt sich von äußert dünnen Kunststoffen und Folien bis hin zu Textilien, Papier, Metallen und Verbundwerkstoffen.

Was versteht man unter Bahnverarbeitung?

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Unter Bahnverarbeitung versteht man das Verfahren, bei dem ein Rollenmaterial in ein für eine Massenproduktion geeignetes Vorprodukt umgewandelt wird. Sein Vorteil liegt darin, dass es sich um ein automatisiertes Fertigungsverfahren handelt, bei dem man ein Rollenmaterial anstelle von einzelnen Materialbögen verarbeiten kann. Das Material wird zur Verarbeitung durch eine Maschine gezogen und die Spannung der Bahn muss mit Hilfe der Bahnspannungsregelung präzise geregelt werden. Eine Bahn kann ohne Spannung nicht gesteuert werden. Bei der Verarbeitung muss die Bahnspannung konstant gehalten werden, um Schäden und Defekte und damit den Ausschuss während der Materialverarbeitung auf einem Minimum zu halten. Somit wird durch eine optimale Bahnverarbeitung eine größtmögliche Produktivität mit geringstem Ausschuss während des gesamten Herstellungsprozesses sichergestellt.

Einsatzfälle der Bahnverarbeitung

Die Bahnverarbeitung mit einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren liefert das Material für eine Vielzahl von Industriezweigen – Textil, Kraftfahrzeuge, langlebige Güter, Luft- und Raumfahrt, Verlagswesen, Pharmazie, Transport, Elektronik und viele andere. Die Bahnverarbeitung liefert aber auch die Vormaterialien für die Herstellung von Kleidung, für Produkte wie Zeitschriften, Bücher und Zeitungen, Bauteile für Gerätschaften, Flugzeuge, Elektronik, Boxen und Taschen, Kunststofffolien, für alle erdenklichen Arten von Klebeband, Bodenbelägen, Dächern und anderen Baumaterialien.

Mit der Bahnverarbeitung durchgeführte Verfahren

Typische Bahnverarbeitungsverfahren sind das Beschichten, Plattieren und Laminieren. Bei jedem dieser Verfahren muss die Bahnverarbeitung in der Lage sein, die Bahn mit einer konstanten Geschwindigkeit durchlaufen zu lassen, um ein gleichmäßiges Beschichten, Plattieren oder Laminieren zu ermöglichen.

Beschichtung

Bei der Bahnbeschichtung wird eine kontinuierliche Lage aus Beschichtungsmaterial auf ein Substrat wie Papier, Kunststoff oder Folie aufgetragen. Für unterschiedliche Zwecke können spezielle Schichten auf verschiedene Substrate aufgetragen werden. Die Bahnbeschichtung wurde zur Verbesserung der Eigenschaften eines Materials entwickelt und hat sich als ein sehr wirtschaftliches Verfahren erwiesen. Sie ist kostengünstig, effizient und man erreicht bei ordnungsgemäßer Durchführung eine hohe Produktivität bei geringstmöglichem Ausschuss.

Plattieren

Beim Plattieren wird eine dünne Schicht zusätzlichen Metalls über ein vorhandenes Metallsubstrat aufgetragen. Das Plattieren erfüllt mehrere Aufgaben und bringt viele Vorteile für Produkte aus Metall und anderen Materialien. Diese Technik kann auch zu einer höheren Leitfähigkeit eines elektrischen Stromkreises führen. Das Plattieren kann die mechanischen Eigenschaften eines Materials verbessern, indem es zum Beispiel eine durch Reibung erzeugte Beschädigung des Substrats verringert. Weitere Vorteile sind eine größere Korrosionsbeständigkeit, verbesserte Lackhaftung, höhere Festigkeit, Magnetismus und sogar eine dekorative Wirkung.

Laminieren

Beim Laminieren mit einer Bahnverarbeitung werden zwei oder mehrere flexible Bahnen durch ein Bindemittel miteinander verbunden. Es wird hier ein Klebstoff auf eine Substratbahn aufgetragen und danach eine zweite Bahn darübergelegt und angedrückt, um zweischichtiges, ein Duplex-Laminat, zu erzeugen. Bahnsubstrate zur Herstellung von Laminaten bestehen normalerweise aus Folien, Papier oder Aluminiumfolien.


Die Bahnverarbeitung führt und regelt eine kontinuierliche Materialbahn durch Prozesse und Maschinen, um eine maximale Produktivität zu gewährleisten und gleichzeitig Fehler und Verluste zu begrenzen. Beim Beschichten, Plattieren oder Laminieren werden Bahnspannungsregelungssysteme eingesetzt, um die Bahn ohne Fehler oder Defekte durch die Prozessanlagen zu führen. Das Endziel einer optimalen Bahnverarbeitung ist eine Steigerung der Produktion und Produktqualität bei geringstmöglichem Ausschuss.

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